Falexoos Armreifen

Armreifen trage ich schon sehr lange. Sie sind zum Glück ein Schmuck, der den Männern selbst in höheren Kreisen zugestanden wird. Zuerst habe ich, wie fast alle schmucktragenden Männer, Armspangen getragen. Allerdings habe ich schnell gemerkt, dass ich geschlossene Armreifen bevorzuge. Und zwar nicht solche, die durch ein Scharnier geöffnet werden können, sondern solche, die man nicht öffnen kann.

Bei diesen Armreifen sollte allerdings der Durchmesser genau gewählt werden, so dass der Armreifen ohne größere Probleme wieder abgestreift werden kann. Zu groß sollte er aber auch nicht sein, sonst verliert man ihn beim Tragen. Das Überstreifen eines Armreifen mit der Ungewissheit, ob man diesen auch wieder zerstörungsfrei abbekommt, übt schon einen gewissen Reiz aus.

Nachdem ich jahrelang unterschiedliche Armreifen gertragen hatte, die ich (oft nur mit erheblichem Aufwand) wieder abstreifen konnte, entschloss ich mich 1997 zu einem silbernen Armreifen für den rechten Arm, der so eng bemessen war, dass ich von vornherein wusste, dass ich ihn nicht wieder ablegen konnte. Für 200 DM kaufte ich mir einen kreisrunden Silber-Armreif, der einen Innendurchmesser von 65 mm hatte.

Das Durchdrücken meiner Hand war trotz guter Vorbereitung (Hand eincremen, Gleitmittel) eine sehr schmerzhafte Prozedur. Aber das Ergebnis konnte sich sehen lassen. Der Armreifen saß so angenehm bei mir, wie sonst nur solche die man öffnen musste. Im Laufe der Zeit kamen weitere Armreifen aus Edelstahl dazu, die durch eine oder zwei kleine Imbusschrauben geschlossen wurden. Doch der silberne Armreifen war der einzige, den ich selbst im Krankenhaus nicht abnehmen konnte.

Den silbernen Armreifen trug ich bis 2012, doch schließlich entfernte ich ihn, da er mittlerweile zerbeult war. Er wurde ebenfalls durch einen Edelstahl-Armreif ersetzt.

Zeitweise trug ich auch mal afrikanische Armreifen. Ich kaufte drei Stück und probierte erst mal nur einen, da sie sehr eng ausfielen. Hinein bekam ich meine Hand, aber nicht mehr heraus.

Nach ein paar Tagen, die Hände färbten sich langsam durch das Kupfer grün, entschloss ich mich, ihn wieder abzulegen. Dazu musste ich ihn aber gewalsam öffnen.

Um zu vermeiden, dass ich auch die anderen würde zerstören müssen, sägte ich in die anderen beiden lieber gleich auf.

Zusätzlich zu den normalen Armreifen trage ich auch gern Oberarmreifen. Aber auch hier bevorzuge ich die geschlossene Form. So kaufte ich mir Edelstahlreifen im Baustoffhandel mit einem Innen-Durchmesser von 90 mm sowie 100 mm, wobei letztere eher zu 105 mm tendieren.

Um das Klappern der Edelstahlarmreifen zu vermeiden, probierte ich es auch mal mit solchen Plastikbändern. Leider musste ich sie wieder abmachen, da sie mit der Zeit ziemlich drückten und Abdrücke hinterließen.

Mitterweile habe ich mich an das Klappern der Armreifen gewöhnt. Und ich trage stets an beiden Armen drei, bei mehr bekam ich auf Dauer Probleme beim Schwitzen. Denn hier gilt das gleiche wie bei den Halsreifen: es muss immer genügend Luft an die Haut kommen.

 

Liebe Grüße

Euer #Falexoo der Edelstahlfalke


4 Kommentare

  • Douchy Frank

    Wie kommt man darauf auf Dauer Stahl zu tragen? Es ist die Erste Frage die mir einfällt. Neugier und Erfahrung spielen sicher eine grosse Rolle. Aber es soll auch Spass machen, nehme ich an….

    • Alexander Fakoó

      Es ist sicherlich keine Neugier, die mich veranlasst hat, dauerhaft Edelstahlschmuck zu tragen. Es ist eher eine S_e_h_n_s_u_c_h_t, die irgendwann auftauchte und einen dann bis ans Lebensende nicht mehr los lässt. Bei mir machte sich diese Sehnsucht bereits im Kindesalter bemerkbar, aber erst als Erwachsener begann ich, schweren Schmuck an Armen und Beinen und später auch um den Hals zu tragen. Ich sage immer, ich bin von der Natur oder Gott so programmiert worden. Ich habe mir das nicht ausgesucht. Und solange ich niemandem schade, kann ich dieser Sehnsucht nachgeben.

      Allerdings muss man seine Grenzen erkennen. Meinen Schmuck werde ich nicht mehr erweitern, denn so wie er jetzt ist, fühle ich mich sehr wohl, er entspricht meinem ästetischen Empfinden und er behindert mich weder beim Schwimmen noch beim Autofahren, Arbeiten oder Schlafen. Ohne diesen Schmuck würde mir etwas fehlen, aber zum Spaß trage ich ihn nicht. Edelstahl entspricht einfach meiner Natur.

      • Bei mir genauso , ich trage mein Schmuck auch öffentlich und fühle mich sehr wohl dabei , von Ringen über Arm und Oberarmreifen, Zehen ,Fuß und Wadenringe u.s.w. ,und mittlerweile sind fast alle Schmucktücke fest gewachsen und gehen nicht mehr ab , aber das stört mich nicht , die Leute schauen immer verdutzt , wenn die mich sehen

  • Miehe Steffen

    Super, toll

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